Von Juli bis Dezember 2002 waren die 007-News auf Eis gelegt, aufgrund der ausführlichen Berichterstattung zu "Stirb an einem anderen Tag".

12.07.2002
Klappe, die unzählbarste

Interessiert am neuesten James Bond-Plot? Nicht nur, dass 007 gegen seinen Erzfeind kämpfen muss, den er eigentlich für tod hielt - nein. Er muss auch einem holländischen Handlanger Paroli bieten, der durch mysteriöse Zeitungsanzeigen mit der Welt kommuniziert. Was der feine Herr aus Amsterdam verkauft, ist auch nicht von schlechten Eltern: er bietet James Bond dem höchsten Bieter.
Nein, dass ist nicht das Script für "Die Another Day", dass ist ein Streit, der die Produktion des neuen Bond-Films momentan überschattet. Alles begann vor wenigen Wochen, als eine kleine Anzeige im Branchenblatt "Screen International" erschien, welches den "Verkauf der James Bond Filmrechte" verkündete. Diese, so in der Anzeige nachlesbar, enthielten u.a. Scriptmaterial von Ian Fleming und Sean Connery.
Das Problem ist nur, dass EON Productions, Inhaber sämtlicher 007-Rechte, nichts davon wissen. "Dass ist offensichtlich eine verzwickte Sache", so EON-Sprecherin Catherine McCormack, "und wahrscheinlich wird es rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen."
In der letzten Ausgabe von "Screen International", die vor wenigen Wochen erschien, wurden dann zwei jeweils einseitige Anzeigen geschaltet. In der ersten waren zusätzliche Informationen zum Kauf nachzulesen, in der zweiten wurde vor "schmutzigen Konsequenzen" gewarnt, die der Kauf sehr wahrscheinlich nach sich ziehen wird.
Weiter war in der ersten Anzeige nachlesbar, dass es eine Auktion um die Rechte geben wird, außer sie würden noch vorher verkauft. Im Angebot standen "die Verwendung des Namen James Bondund der Nummer 007, Exklusivrechte an der Verbrecherorganisation SPECTRE und an ihrem Chef, Ernst Stavro Blofeld." Inklusive seien außerdem "Film- und Buchrechte an verschiedenen James Bond Stories, Storyentwürfen und Drehbüchern, geschrieben u.a. von Ian Fleming, Kevin McClory, Jack Whittingham, Len Deighton und Sean Connery.
Darunter fand man einen Kontaktnamen, Marian van de Veen-Van Rijk, eine Briefkastenadresse in Amsterdam und eine Faxnummer.
EON kennt den Holländer nicht, aber vermutet, wer hinter allem steckt. "Wir glauben, dass es eine Agentur ist, die für Kevin McClory arbeitet", so Catherine McCormack.
Kevin McClory also erneut. Er kann es einfach nicht lassen. Um Licht in die gesamte Angelegenheit zu bringen, hier ein all time high-Artikel vom 28. August 2001:

Ein Gericht in San Francisco hat Kevin McClory endgültig die Rechte an James Bond abgesprochen. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt "In a ruling that read like a James Bond thriller..." (dt. "In einer Anordnung, die sich wie ein James Bond Thriller liest...) und trifft damit den Kern.
Die ganze Geschichte begann 1958, also bevor Harry Saltzman und Albert R. Broccoli auch nur die Idee hatten, einen Bondfilm zu inszenieren. Da traf der Amerikaner Kevin McClory Ian Fleming, den Autor der 007-Romane, und beide arbeiteten ein Drehbuch zu einem Bondfilm aus. Dieser wurde aber nicht gedreht und Fleming verarbeitete das Drehbuch zu seinem Roman "Thunderball". Dies brachte ihm von McClory einen Gerichtsprozess ein, den McClory gewann. Er besaß nun die Verfilmungsrechte an "Thunderball" sowie die Rechte an der Verbrecherorganisation SPECTRE (dt. "Phantom"). Er tat sich 1965 mit Albert R. Broccoli und Harry Saltzman, den beiden anderen Bond-Produzenten zusammen, und man drehte "Thunderball" als vierten 007-Film. Er fügte sich damals einer Auflage, zehn Jahre lang keinen weiteren Bond zu machen. 1975, die zehn Jahre waren vorbei, stand er aus der Versenkung auf und kündigte einen Bondfilm mit dem Titel "James Bond of the Secret Service" an. Dies brachte ihm einen Prozess mit DANJAQ, der Firma, die alle 007-Rechte verwaltet, ein. McClory wurde schließlich untersagt, etwas anderes als "Thunderball" und 10 Drehbuchentwürfe zu "Thunderball" zu verfilmen. 1983 setzte er dies aber in die Realität um und drehte mit Alt-Bond Sean Connery "Never Say Never Again". 1990 wollte er seine Rechte dann an das amerikanische Fernsehen verkaufen. Aus den 10 Drehbuchentwürfen und "Thunderball" wollte man eine 100teilige Fernsehserie basteln. Doch DANJAQ besaß die Fernsehrechte an allen 007-Filmen, einschließlich "Thunderball". 1996 tauchte McClory erneut auf, und erklärte, man wolle ein weiteres "Thunderball"-Remake mit dem Titel "Warhead" drehen. Dies brachte ihm einen Prozess ein, den er verlor. DANJAQ wurden sämtliche Rechte, auch die an "Never Say Never Again" zugesprochen. Im April diesen Jahres erklärte McClory, er werde nun erneut klagen, man habe ihn um seine Rechte betrogen. Seit Juli wurde in Los Angeles verhandelt, und heute kam das Ergebnis.
"Wir haben festgestellt, dass die Ansprüche von Kevin McClory in ihrer Ganzheit unhaltbar sind, und lehnen deshalb die Klage ab." Diesen vernichtenden Satz musste sich McClory zum Ende der Gerichtsverhandkung anhören.
Damit ist DANJAQ nun im Besitz sämtlicher Bond-Rechte, auch dem an SPECTRE. Obwohl Produzent Michael G. Wilson meinte, SPECTRE werde sowieso keine Rolle mehr in den James Bond Filmen spielen, könnte es nun doch sein, dass....


Dies ist ja nicht die erste Gerichtsverhandlung, die McClory verliert, und deshalb verwundert es um so mehr, dass er auf seine alten Tage nicht mehr schlauer wird...
Der Ausgang ist bereits jetzt absehbar: da EON sämtliche 007-Rechte besitzt, verkauft der mysteriöse Holländer etwas, was ihm überhaupt nicht gehört - und das ist strafbar.
all time high hält euch auf dem Laufenden!

31.05.2002
Connery: "Ich mache, was ich will!"

In der aktuellen "TV 14" lässt sich ein Artikel über Alt-Bond Sean Connery finden, in dem er sich über James Bond äußert.
"Als ich 1962 James Bond wurde, habe ich den echten Sean Connery umgebracht", sagt er. Denn bis heute klebe an ihm das Image des Luxus liebenden Spions. Darauf angesprochen, dass er angeblich im neuen Bond-Film "Die Another Day" eine Gastrolle haben soll, meint er, "ich bin mir sicher, dass die Studiobosse meine Gastrolle in Bond nicht bezahlen können."
Dies lässt die Frage aufkommen: Sollte Connery wirklich im 20. Teil mitwirken? Wohl kaum. Da scheint jemand das Fake-Drehbuch "Final Assignment" mit "Die Another Day" durcheinandergebracht zu haben...

22.05.2002
Bond-Party in Cannes

Der 40. Geburtstag der Filmfigur James Bond wurde in der Nacht zum Sonntag in Cannes mit einer spektakulären Party gefeiert. Agentendarsteller Pierce Brosnan nutzte das Filmfestival, um das Interesse am im Dezember startenden 20. Bond-Film "Die Another Day" anzuheizen, und der Musiksender MTV lud zum Fest in die Villa des Modeschöpfers Pierre Cardin in der Nähe von Cannes.
Das luxuriöse Domizil mit Blick auf die Cote d'Azur beeindruckt mit wirklich ausgefallenem Wohndesign und könnte problemlos als Schauplatz einer 007-Episode dienen...

08.05.2002
Connery wieder Henry Jones

Sean Connery (73) will wieder Papa spielen. Er könne sich gut vorstellen, demnächst noch einmal den Vater von Indiana Jones darzustellen sagte Connery in Rom, wo er an einer Preisverleihung im italienischen Fernsehen teilnehmen wollte. Es gebe bereits Verhandlungen zwischen der Paramount und Regisseur George Lucas, verriet der schottische Schauspieler: "Wenn Harrison Ford mitmacht, bin ich auch dabei - jetzt habe ich für die Rolle genau das richtige Alter."
In James Bond-Filmen wolle er jedoch nicht mehr mitspielen: "Jetzt macht das Pierce Brosnan und der hat Bond zu seinem Originalstil zurückgeführt", sagte Connery.


05.04.2002
Mr. Bean als Bond

Der als "Mr. Bean" bekannt gewordene Rowan Atkinson wird in der neuen "007"-Persiflage "Johnny English" den Britischen Geheimdienst veralbern. In die Rolle des Kontrahenten schlüpft John Malkovich.
Schon die "Austin Powers"-Verfilmungen haben gezeigt, dass die "James Bond"-Klassiker hervorragenden Stoff für Parodien bieten. Das Drehbuch zu der neuen Bond-Karikatur entstand unter Beteiligung des Comedy-Schreibers Ben Elton ("Mr. Bean", "Maybe Baby").
In der "007"-Persiflage zeigt sich der Schurke klassisch als skrupelloser, größenwahnsinniger Industriemagnat, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Über Malkovich als Bösewicht sagte Regisseur Peter Howitt: "Er ist nicht zu uns gekommen, sondern wir wollten ihn haben."
Die obligatorische Liebespartnerin des Superspions spielt Sitcom- und Popstar Natalie Imbruglia. Die Australierin feiert mit ihrer Rolle als Special Agent Valdez in "John English" ihr Filmdebüt.

25.03.2002
Bondgirl Berry gewinnt Oscar!

Halle Berry hat geschafft, was keine farbige Schauspielerin vor ihr erreichte. In der 74-jährigen Geschichte der Oscars ist sie die erste Afroamerikanerin, die den wichtigsten amerikanischen Filmpreis für eine Hauptrolle gewonnen hat. Und das bereits im Alter von 35 Jahren. Vollkommen aufgelöst gestand sie mit dem Oscar im Arm unter Tränen: "Oh mein Gott. Dieser Moment ist so viel größer als ich es mir je hätte vorstellen können. Ich fühle mich so geehrt."
Dabei hat das zukünftige Bond-Girl zielstrebig auf diesen Moment hingearbeitet. Ihre Mission, sagte Berry kurz vor der Preisverleihung, bestehe darin, "als farbige Schauspielerin einen Weg zu gehen, den noch keine andere bis zum Ziel gegangen ist". Sie wolle den Erfolg nicht für sich allein, sondern für alle Afro-Amerikaner, die in Hollywood unter rassistischen Vorurteilen zu leiden hätten.
Dank ihrer strahlenden Schönheit hätte sich Berry nach dem Karriere-Durchbruch mit Spike Lee's "Jungle Fever" (1991) ausschließlich auf hoch bezahlte Glamour-Rollen wie zuletzt in "Passwort: Swordfish" und demnächst im neuen "007" ("Die Another Day") beschränken können. Doch sie wollte sich als wirklich große Schauspielerin beweisen. Auch deshalb sah sie über die dürftige Gage für die Hauptrolle in dem Südstaaten-Drama "Monster's Ball" hinweg. Mit der Rolle der Witwe eines schwarzen Mörders, die sich in dessen weißen Gefängniswärter verliebt, überzeugte sie die Kritiker ebenso wie die ehrwürdige Filmakademie.

23.03.2002
Pierce Brosnan im Unglück: Beide Söhne im Krankenhaus!

Armer Pierce Brosnan! Einen Tag, nachdem sein Sohn Sean mit einer Bauchfellentzündung notoperiert werden musste, ist nun auch noch sein Adoptivsohn Chris (29) ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach einer wilden Party in einem Londoner Nachtclub brach er zusammen, liegt zurzeit im Koma. All das muss Brosnan verkraften, während er obendrein noch den neuen Bond-Film "Die Another Day" dreht.
"Er war nur einen Herzschlag vom Tod entfernt", berichtet ein Klinik-Mitarbeiter. Chris habe verdammt viel Glück gehabt. In den vergangenen Jahren hatte er wegen diverser Alkoholprobleme Schlagzeilen gemacht. 1996 fuhr Chris Brosnan betrunken Auto - und wanderte dafür sieben Monate ins Gefängnis. Im vergangenen Jahr besuchte er eine Klinik für Alkoholkranke. Der Bond-Star hatte Chris kurz vor dem Tod seiner ersten Frau Cassandra adoptiert.
Brosnans leiblicher Sohn Sean liegt weiterhin auf der Intensivstation. Er hatte in seiner Schule in Somerset (England) plötzlich starke Magenschmerzen verspürt und um ärztliche Hilfe gebeten. Der herbeigerufene Mediziner stellte fest, wie ernst die Sache ist: eine Verstopfung im Dünndarm und eine Entzündung des Bauchfells! Schnellstens eilte der Krankenwagen herbei und brachte Sean in die Klinik. Dort kam er sofort unters Messer. Die Operation sei "gut verlaufen", ließen die zuständigen Ärzte allgemin verlauten. Die Magenprobleme sind offenbar eine Spätfolge eines schweren Autounfalls, den Sean vor zwei Jahren erlitt. Nahe Los Angeles war der damals 16-Jährige zusammen mit fünf anderen Jugendlichen in einem Geländewagen einen 50 Meter tiefen Abhang hinuntergestürzt. Ein ehemaliger Mitschüler von Sean: "Er hatte danach immer das Gefühl, sich von dem Unfall nicht ganz erholt zu haben."

21.03.2002
Halle Berry und Judi Dench im Oscar-Rausch...

Vom rein menschlichen Standpunkt her müsste Nicole Kidman (34) den Oscar bekommen. Denn keine ihrer Konkurrentinnen hat im vergangenen Jahr privat so viel durchgemacht wie die rothaarige Australierin: Kind verloren (Fehlgeburt), Mann (Tom Cruise) weggelaufen. Andererseits hat sie mit Robbie Williams nicht nur ein Sensations-Remake ("Something Stupid") gesungen, sondern offenbar damit auch noch einen neuen Freund gewonnen. Und sie gilt als ultimative Stil-Ikone des Jahres 2001.
Davon einmal abgesehen, zeigt sie in ihrer Kurtisanen-Rolle in "Moulin Rouge" echtes komödiantisches Talent - auch wenn sie am Ende die Schwindsucht dahin rafft. Mit einem Golden Globe wurde das auch schon gewürdigt. Und die Zeit heilt schließlich alle Wunden: Jetzt will sogar Kidmans Ex-Mann zur Verleihung kommen, um ihr Mut zu machen. Hoffentlich lässt er seine Neue (Penélope Cruz) zu Hause.
Allerdings gehört auch eine Menge dazu, sich so bloß zu stellen, ja fast hässlich zu machen, wie es das Küken unter den Nominierten, Renée Zellweger (32), in "Bridget Jones" getan hat. Mit ihrer Rolle als ein unter Torschluss-Panik leidender Anfang-30er-Single, nämlich der fiktiven Tagebuchschreiberin aus Helen Fieldings Bestseller-Romanen, hat sich die US-Amerikanerin vor allem in die Herzen der Kinozuschauerinnen gespielt: Nur eine Frau kann nachempfinden, was es heißt, sich beim ersten Date (leicht) übergewichtig in Bauch-weg-Slip entblättern zu lassen oder in einem Playboy-Bunny-Kostüm fälschlicherweise auf einer Gartenparty aufzutauchen. Und nur eine Frau weiß die Überwindung, so etwas zu spielen, zu würdigen.
Vielleicht sagen der Jury aber auch eher die tragischen, ernsthaften Rollen zu. Dann hätte das neue Bond-Girl Halle Berry (35) wahrscheinlich die besten Chancen. Für ihre Darstellung einer Witwe in "Monster's Ball", die sich in den rassistischen Henker ihres Mannes verliebt, wurde die Afro-Amerikanerin schon mit zwei Preisen ausgezeichnet: Mit dem Silbernen Bären und mit dem Actor-Preis. Mit der Ehrung vom amerikanischen Schaustellerverband setzte sie sich für viele überraschend gegen die bislang als stärkste Anwärterin auf den Academy Award gehandelte Sissy Spacek ("In the Bedroom") durch.
Die 52-Jährige Texanerin hat schon 1980 einen Oscar mit nach Hause nehmen können. Damals hatte Spacek die Country-Sängerin Loretta Lynn in dem Film "Coalminers Daughter" mühelos als 13- wie als 40-Jährige gespielt. In dem Streifen von Michael Apted sang sie auch alle Songs selbst.
Unvergessen ist Sissy Spacek auch in Brian de Palmas Stephen King-Verfilmung "Carrie". Mit 27 Jahren spielte sie eine pubertierende Schülerin, die mittels telekinetischer Kräfte blutige Rache an ihrer Mutter und ihren Mitschülern nimmt. Das brachte Spacek ihre erste Oscar-Nominierung ein. Auch später war sie noch oft nah an der begehrten Trophäe. So für ihre Rolle in Constantin Costa-Gavras "Missing", ein Drama über die Pinochet-Diktatur in Chile.
Der Verband der US-Filmkritiker wählte sie jetzt zur besten Schauspielerin des Jahres 2001. In dem Drama "In the Bedroom" spielt sie die verzweifelte Mutter eines ermordeten Sohnes.
Eher wie ein Geheimtipp mutet die Nominierung von Judi Dench (67) für ihre Darstellung der an Alzheimer leidenden Schriftstellerin Iris Murdoch in "Iris" an. Zwar hat die Engländerin schon einen Oscar als beste Nebendarstellerin in "Shakespeare in Love" bekommen, doch dem breiten Publikum ist sie vor allem als Geheimdienstchefin M. in den James Bond-Filmen ein Begriff.
Allerdings durfte sich Judi Dench kürzlich schon bei der Verleihung der britischen Bafta-Filmpreise "beste Schauspielerin" nennen. Sie setzte sich als "Iris" unter anderem gegen Nicole Kidman ("The Others") und Renée Zellweger ("Bridget Jones") durch.
Vielleicht geben aber auch Äußerlichkeiten einen Hinweis auf die Gewinnerin des Abends: Denn eigentlich gebührte ja der Siegerin das Fünf-Millionen-Dollar-Kleid (5,68 Millionen Euro) der Designerin Anne Bowen und die Pumps von Stuart Weitzman im Wert von einer Million Dollar. Beide Stücke sind mit wertvollen Diamanten besetzt. Bisher steht noch nicht fest, wer damit über den roten Teppisch schreiten darf.

20.03.2002
Roger Moore hat zum 4. Mal geheiratet!

Roger Moore (73), ehemaliger James Bond-Darsteller, hat nach Informationen des "Daily Express" in aller Stille zum vierten Mal geheiratet. Der englische Filmschauspieler sei seit zehn Tagen mit der Schwedin Christina "Kiki" Tholstrup (62) vermählt, berichtete die Zeitung. Weder Verwandte noch Freunde seien eingeladen gewesen. Moores Sohn Geoffrey wurde mit den Worten zitiert: "Er hat geheiratet. Wir unterstützen ihn, wenn es ihn glücklich macht. Ich selbst war nicht dabei."
1994 hatte sich Moore telefonisch von seiner Frau Luisa getrennt, weil er seiner Nachbarin Tholstrup näher gekommen war. Die versetzte Luisa bezeichnete ihre Rivalin als "alte Schachtel, die zwei Ehemänner und drei Facelifts gehabt hat". Die Scheidung zog sich sechs Jahre hin. Am Ende musste Moore, der sieben Mal den Frauenschwarm Agent 007 verkörpert hatte, mindestens zehn Millionen Pfund (16 Millionen Euro) an seine Ex-Frau zahlen.

10.02.2002
40 Jahre und 20 Filme James Bond - Die Merchandising-Welle rollt an...

Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die Firma Sideshow von EON beauftragt wurde, zum 40. Geburtstag von James Bond ca. 30 cm große Wachsfiguren zu entwerfen, die ab August 2002 in den Handel kommen sollen. Nun stellte Sideshow auf seiner offiziellen Webseite die ersten Figuren vor - Sean Connery, Dr. No, Pussy Galore, Oddjob, George Lazenby, Blofeld alias Telly Savalas, Roger Moore, Dr. Kananga, Francisco Scaramanga, Timothy Dalton und Franz Sanchez. Allerdings befinden sich einige dieser Figuren noch in Bearbeitung, so dass sich die im August auf den Markt kommenden Figuren wohl ein wenig von den hier präsentierten unterscheiden werden. Die Figuren von Sean Connery als James Bond und Joseph Wiseman als Dr. No können bereits vorbestellt werden; der Preis beträgt 80 US-$. Die Auflage der Figuren wird nich sehr hoch sein, aber wieviele letztendlich produziert werden, ist noch nicht bekannt...
Die Beanstalk-Gruppe präsentierte am 7. Februar zusammen mit der neugegründeten Bond Marketing Inc. in New York eine Kollektion, die rechtzeitig zum Kinostart von Bond 20 in den Läden stehen soll. Hierbei handelt es sich um 1:18-Modelle der in Bond 20 zum Einsatz kommen werdenden Fahrzeuge - ein Aston Martin, ein Jaguar XKR und ein Ford Thunderbird. Außerdem stellte man Taschenlampen, Metalldetektoren etc. vor, welche in Bondaufmachung verpackt waren und den Stempel "Q Branch Approved" mit einem Bild von John Clesse trugen. Eigentlich schade, wie man nun versucht, Geld zu machen...

29.01.2002
Austin Powers gegen James Bond

Um den Geheimagenten 007 ist in Hollywood ein heftiger Streit ausgebrochen. Die Produzenten der James Bond-Parodie «Austin Powers» legten Widerspruch gegen die Entscheidung einer Branchen-Schiedskommission ein, mit der ihnen in der vergangenen Woche jeder auch noch so versteckte Hinweis auf den echten Oberspion der britischen Königin untersagt worden war.
Notfalls werde man die Sache vor Gericht bringen, kündigte ein Sprecher des Studios New Line Cinema an. Zuvor hatte die Produktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer erreicht, dass der neue Austin-Powers-Films nicht mit dem Begriff «Goldmember» verbunden werden und auch nicht damit Werbung betrieben werden darf. Das würde zu sehr an den 1964er Bond-Klassiker «Goldfinger» mit Sean Connery als 007 erinnern und damit gegen Urheberrechte verstoßen.
New Line Cinema, eine Tochter des Medien-Giganten AOL Time Warner, hatte darauf hin, eine bereits gestartete teure Werbekampagne für den dritten Film mit dem Komiker Mike Myers als schrägem Bond-Verschnitt abbrechen müssen. Der Streifen mit dem Titel «Austin Powers in Goldmember» war in tausenden US-Kinos im Werbevorprogramm zu Blockbustern wie «Der Herr der Ringe» angekündigt worden. Er soll im Sommer Premiere haben.
Ein Sprecher von Metro-Goldwyn-Mayer erklärte, bei der Verteidigung der Urheberrechte für den wirklichen Bond gebe es nur eine «Null-Toleranz». Bei New Line Cinema hieß es, man bestehe auf dem Filmtitel. Bis zur Klärung des Streits werde man sich bei der Werbung für die neue Bond-Parodie jedoch darauf beschränken, von der «dritten Folge von Austin Powers» zu sprechen.

10.01.2002
Meeting Claude-Oliver Rudolph...

Am Mittwoch, 09. Januar 2002 traf ich im Rahmen seiner Bühnentournee "Claude-Oliver Rudolph liest Klaus Kinski" den General Akakievich aus "Die Welt ist nicht genug", eben Claude-Oliver Rudolph.
Mir bot sich die Möglichkeit, den Star anschließend beim Essen näher kennenzulernen. Und diese Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Einmal über Bond ins Gespräch gekommen (Tim: "Ich bin James Bond Fan" - Claude-Oliver Rudolph: "Ich nicht!"), wurde ich von Claude-Oliver getestet. Er spielte also ein Bond-Quiz mit mir ("Wer aus der Brosnan-Familie spielte vor 1995 in einem Bond mit?", "Nenne mir alle deutschen Bond-Bösewichter", "Wer sang mehr als einmal Titellieder zu den Bond-Filmen", "Ich welcher Sportart ist Sean Connery Vereinsmitglied?"...) und war ziemlich erstaunt, dass ich alle Fragen richtig beantworten konnte.

Ich fragte, wie er 1999 an die Rolle gekommen sei, worauf er eine Autogrammkarte des "König von St. Pauli" zückte, darauf deutete und meinte: "Hier durch!" Er wurde damals von EON Productions direkt kontaktiert, wurde nach London zum Casting von Debbie McWilliams eingeladen, und verglich die Arbeit an "Die Welt ist nicht genug" mit einem großen amerikanischen Auto, wogegen ein deutscher Film allehöchstens mit einer "S-Klasse" verglichen werden könne.
Pierce Brosnan sei sehr liebenswert und ein netter Kerl, allerdings hätte Rudolph obgleich er eine Limousine mit Chauffeur während den Dreharbeiten hatte, auch wie Familie Brosnan gerne in einem 14-Meter-Karavan gewohnt.
Auf die Frage angesprochen, ob er sich Heinz Hoenig als Bond-Bösewicht vorstellen könne, meinte er: "Heinz ist zu fett und spricht kein Wort Englisch. Warum also soll er Bösewicht werden?"